Rezension: Stephen King - Finderlohn





  • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (8. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453270096
  • ISBN-13: 978-3453270091
  • Originaltitel: Finders Keepers
  • Größe und/oder Gewicht: 14,7 x 4,5 x 22,1 cm
  • Preis: 22,99€
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Besessen bis zum Mord

John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen »Verrat«. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern, die auch unveröffentlichte Romane enthalten. Bellamy vergräbt vorerst alles – und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den »Schatz«. Nach seiner Haftentlassung kommt Bellamy dem ahnungslosen Peter auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus Mr. Mercedes kennen, den Wahnsinnigen stoppen?





Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, Carrie, erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und zuletzt 2015 mit dem »Edgar Allan Poe Award« den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. Sein Hauptwerk erscheint im Heyne-Verlag.

Wieder ein geniales Stephen King Cover, mit dem Blut auf dem Füller unter der nach unten laufenden schwarzen Farbe, gefällt es mir richtig gut. Der zweite Band mit Bill Hodges der Detective aus "Mr. Mercedes". Der Klappentext hat mir gut gefallen und ich habe vor einiger Zeit eine Leseprobe von dem Buch gelesen und war schon von der ersten Seite an begeistert, deswegen musste ich das Buch einfach haben.

Finderlohn ist kein typisches Werk von King, es enthält keine Horrorelemente sonder schlägt eher in die Richtung Krimi/Thriller ein. Die Charaktere sind wieder einmal ausgezeichnet detailreich und bildlich beschrieben, wodurch sie sehr lebendig wirken, es gibt nicht einen Charakter, der in dieser Geschichte flach und leblos wirkt. Sowohl positive Eigenschaften als auch kleine Ticks kommen zum Vorschein, wodurch man sich sehr besser in die Geschichte hinein versetzen kann. Ebenfalls gut finde ich den Wechsel der Perspektiven und dazu ändert sich auch die Schreibweise, dem Alter entsprechend. 

Man fühlt sich gut in die Geschichte integriert hat sogar zeitweise das Gefühl mit im Raum zu stehen und die Charaktere zu kennen. Das was King mit dieser Geschichte zu vermitteln versucht, ist das Literatur viel Macht auf uns ausübt und das uns diese Macht auch beeinflussen kann. Natürlich ist es hier extrem dargestellt, die Sucht die Bill Morris in Besitz genommen hat ist extrem, das hat nichts mehr mit einfacher Fanliebe zu tun. Dann auch die Situation in Gefängnissen, wie Menschen sich dort verändern und was sie dazu antreibt, den Alltag zu überstehen.

Man sollte immer den Unterschied erkennen zwischen Fiktion und Realität, denn genau diesen Unterschied erkennt Bill Morris nicht mehr. Einfach gelungen, was dem Leser alles vermittelt wird. Dieser Band hat mir sogar noch besser gefallen als "Mr. Mercedes", obwohl ich den auch schon sehr gut fand.

Ein geniales Buch, das mich sehr gut unterhalten hat, mal wieder etwas anders als die bekannten "Horrorgeschichten" für die King bekannt ist aber kein bisschen schlechter, wer "Mr. Mercedes" mochte wird dieses Buch lieben, so ging es mir zumindest!







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