Rezension: Peter V. Brett - Das Lied der Dunkelheit


  • Taschenbuch: 800 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (4. Mai 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453524764
  • ISBN-13: 978-3453524767
  • Originaltitel: The Painted Man
  • Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 5,8 x 20,5 cm
  • Preis: 15,00€


„Weit ist die Welt – und dunkel …“

… und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurückgedrängt. Das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe abwehren können, sind die magischen Runenzeichen. Als Arlens Mutter bei solch einem Dämonenangriff umkommt, flieht er aus seinem Heimatdorf. Er will nach Menschen suchen, die den Mut noch nicht aufgegeben und das Geheimnis um die alten Kriegsrunen noch nicht vergessen haben. 

„Das Lied der Dunkelheit“ ist ein eindringliches, fantastisches Epos voller Magie und Abenteuer. Es erzählt die Geschichte eines Jungen, der einen hohen Preis bezahlt, um ein Held zu werden. Und es erzählt die Geschichte des größten Kampfes der Menschheit – der Kampf gegen die Furcht und die Dämonen der Nacht.

Episch und düster – die faszinierendste Weltenschöpfung der letzten Jahre.




Nach dem Studium der Kunstgeschichte und der Englischen Literatur zehn Jahre als Lektor für medizinische Fachliteratur zu arbeiten, das muss hart gewesen sein für Peter V. Brett. Was liegt da näher, als sich eine andere Welt zu träumen, sich Geschichten auszudenken - und aufzuschreiben? Und genau das hat Brett, geboren am 8. Februar 1973 in New Rochelle bei New York, auch sehr erfolgreich getan. Sein Fantasyerstling "Das Lied der Dunkelheit" erschien 2008, und seitdem widmet sich Peter V. Brett, der mit seiner Familie in New York lebt, ganz dem Erschaffen seiner magischen Welten voller Dämonen und Abenteuer.

Das Cover ist genial, schlicht und doch sehr aussagekräftig, es hat mich gleich in seinen Bann gezogen. Ich muss zu meiner Schande gestehen, das das Buch sehr lange auf meinem SuB rum gelegen hat, ich bin froh das ich es nun endlich gelesen habe denn es war einfach bombastisch. Ich habe mich in dem Buch verloren und um mich herum alles vergessen, ich wäre sogar einmal fast zu spät zur Arbeit gekommen, weil es mich so gefesselt hat!

Der Schreibstil ist angenehm flüssig, sehr detailreich und bildlich, er schafft es die Stimmung so gut rüber zu bringen, das es einen fröstelt. Das Dämonen in der heutigen Zeit keine Seltenheit sind, ist wohl jedem bekannt aber Brett hat es geschafft hier etwas ganz eigenes zu erstellen, das System mit den Runen ist unheimlich interessant und schon alleine deswegen hat mich die Geschichte besonders gefesselt. Die Menschen führen tagsüber ein ganz "normales" Leben, sie arbeiten im Stall, auf dem Fels oder als Holzfäller, kümmern sich um die Kinder und die Alten. Nachts jedoch sperren sie sich ein, sobald die Dämmerung kommt, können sie nicht mehr vor die Tür, denn die Dämonen kommen dann raus und würden sie umbringen. Das die Dämonen nicht ins Haus können wird nur verhindert, durch die magischen Runen, die die Bewohner an den Häusern anbringen.

Die Dämonen kommen nachts aus der Erde und es gibt viele verschiedene Formen von ihnen, Feuerdämonen, Felsdämonen, Holz- und Luftdämonen, sie werden immer mehr und im Gegensatz zu ihnen, werden die Menschen immer weniger. Arlen, lebt mit seinen Eltern in einem beschaulichen Dörfchen und er weiß ganz genau wann er sich draußen bewegen kann und wann er drinnen sein muss. Er ist mit der Angst um die Dämonen aufgewachsen und wir lernen ihn im Alter von 11 Jahren kennen und begegnen ihm immer wieder im Laufe der Geschichte. Er kann das Schicksal nicht einfach so hinnehmen, sein Vater ist ein Schwächling, er traut sich nicht gegen die Dämonen zu kämpfen auch nicht als seine Frau, Arlens Mutter von den Dämonen ermordet wird. So macht er sich auf den Weg um Menschen zu finden, die noch nicht aufgegeben haben und gegen die Dämonen vorgehen.

Eine weitere Protagonistin ist Leesha, sie ist einfach faszinieren, klare Dorfschönheit, weigert sich eine Ehe zu schließen und verschreibt sich dem Heilen. Sie ist jedoch keiner dieser langweiligen Samariter, sondern Brett hat es geschafft ihr Leben einzuhauchen, sie mit Ecken und Kanten zu beschreiben. Ebenfalls mit dabei ist Rojer, ein junger Musiker, der im Leben schon viel verkraften musste. Arlan, Rojer und Leesha begegnen sich am Ende des Buches, kurz bevor der Höhepunkt des Buches kommt. Diese drei zusammen reißen das Ruder noch einmal gewaltig um und deswegen bin ich umso gespannter wie es weiter geht!



Ein genialer Auftakt zu einer noch vielversprechenden Fantasy-Reihe, ich kann es kaum erwarten den nächsten Teil zu verschlingen, der dritte Teil liegt schon auf dem SuB und wartet! Für jeden der gerne Highfantasy liest, ist das auf jeden Fall das Richtige! Klare Kaufempfehlung und lasst euch nicht von der Seitenzahl abschrecken, man merkt gar nicht wie die Seiten verfliegen!


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