Rezension: Renée Knight - Deadline


  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (27. Juli 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442314062
  • ISBN-13: 978-3442314065
  • Originaltitel: Disclaimer
  • Größe und/oder Gewicht: 13,8 x 3,5 x 20,7 cm
  • Preis: 12,99€
  • Vom Bloggerportal erhalten

So schockierend und spannend, dass es einem den Atem nimmt.

Diesen einen Tag vor zwanzig Jahren wird Catherine nie vergessen. Was damals geschah, sollte für immer ein Geheimnis bleiben, bis zum Ende ihres Lebens. Doch dann hält sie plötzlich diesen Roman in den Händen, in dem ihre geheime Geschichte bis ins Detail erzählt wird. Bestürzt blättert sie eine Seite nach der anderen um. Wer kann so genau von den damaligen Ereignissen wissen, und was will der mysteriöse Verfasser des Buches von ihr? Als sie die letzte Seite aufschlägt, findet sie die grausame Antwort: Die Geschichte endet mit ihrem gewaltsamen Tod. Catherine gerät in Panik – und das ist genau das, was Stephen Brigstocke gewollt hat. Er kennt Catherine nicht, aber er weiß von ihrem Geheimnis. Und er hat sich geschworen – sie soll büßen für das, was sie getan hat, bis zu ihrem letzten Atemzug …




Renée Knight hat Dokumentationen für die BBC produziert, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Ihre Fernseh- und Filmdrehbücher wurden von der BBC, Channel Four und Capital Films erworben. Sie absolvierte den renommierten Schreibkurs der Faber Academy und legt mit »Deadline« ihren ersten Roman vor. Renée Knight lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in London.

Das Cover finde ich sehr gelungen, es wirkt bedrückend und durch die Struktur des Titels wird man verleitet es zu kaufen, ich hatte es mehrfach in der Hand bevor ich mich dazu durchringen konnte es mir zuzulegen. Der Klappentext hatte mich gleich in den Bann gezogen, er versprach einen spannenden Psychothriller und hatte die Messlatte damit sehr hoch gelegt, weshalb ich anfangs sehr enttäuscht war.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig, sehr detailreich und wirklich spannend. Die Charaktere sind ausreichend beschrieben mit Ecken und Kanten. Das ganze erinnert jedoch eher an ein Familiendrama als an einen Psychothriller. Catherine wirkt wie eine sehr bodenständige Ehefrau und doch verheimlicht sie ihrem Ehemann seit fast 20 Jahren etwas, genau das holt sie jetzt wieder ein. Ich kann nicht behaupten, das die Protagonistin mir sofort sympathisch war aber irgendwie hat sie mich neugierig gemacht.

Catherine liebt ihre Familie über alles vor allem ihren Sohn, den sie immer versucht hat zu beschützen und das auch jetzt noch versucht. Das gelingt ihr aber einfach nicht mehr, die Fassade beginnt zu bröckeln. Sie liest ein Buch das sie zu Hause gefunden hat und darin steht genau das Ereignis, was sie versucht zu verheimlich mit allen Daten und Fakten aufgeschrieben, erst versucht sie sich noch einzureden, das es Zufall ist doch je weiter sie liest desto klarer wird es. Jemand versucht sich zu rächen und Catherine zu entlarven, sie fühlt sich unter Druck gesetzt und hat wahnsinnige Angst. Die Frage ist, "Wer steckt hinter dem Buch?" und "Was will der Auor damit erreichen?".

Es lohnt sich auf jeden Fall das Buch zu lesen, auch wenn es nicht das ist, was man erwartet. Spannend ist es, keine Frage und gerade die Tatsache, das man nicht weiß was als nächstes passiert macht das Buch umso spannender. Punktabzug gab es aber auch, das die "Einleitung" sehr langatmig war, es war zwar alles spannend aber bis es so richtig los ging, vergingen ziemlich viele Kapitel. Dann ging es rasant weiter, die Ereignisse überschlugen sich und ich habe den Rest des Buches verschlungen. Es hat sich wirklich gelohnt dieses Buch zu Ende zu lesen.



Ein wirklich interessantes Buch, das mich nicht immer begeistert hat aber doch sehr gut unterhalten. Anhand des Titels und der Beschreibung hatte ich mir einfach etwas anderes vorgestellt. Ich habe dem Buch eine Chance gegeben und ich wurde nicht enttäuscht.


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension: Holly Ivins - Jane Austen Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt

Rezension: Harlan Coben - In ewiger Schuld

Rezension: Kerstin Gier - Silber - Das dritte Buch der Träume