Rezension: Wulf Dorn - Die Nacht gehört den Wölfen


  • Format: Epub
  • Dateigröße: 1231 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 465 Seiten
  • Verlag: cbt (26. Oktober 2015)
  • Preis: 11,99€
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Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

Seit dem tödlichen Autounfall seiner Eltern, den er selbst miterlebt hat, leidet Simon unter Albträumen und Angstzuständen. Nach einem Psychiatrieaufenthalt zieht er zu seiner Tante und seinem Bruder, aber es fällt ihm schwer, sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden. Vor allem, als er feststellen muss, dass seine schlimmen Träume Wirklichkeit werden: Etwas Böses scheint im Dunkel, das Simon umgibt, erwacht zu sein. Und das Verschwinden eines Mädchens ist erst der Anfang …




Wulf Dorn, Jahrgang 1969, liebt gute Geschichten, Katzen und das Reisen. Er war zwanzig Jahre in einer psychiatrischen Klinik tätig, ehe er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit seinem 2009 erschienenen Debütroman "Trigger" gelang ihm sofort ein internationaler Bestseller, dem weitere folgten. Seine Bücher werden in zahlreiche Sprachen übersetzt und begeistern Leserinnen und Leser weltweit.

2014 wurde er mit dem französischen "Prix Polar" als bester internationaler Autor ausgezeichnet. 2015 erhielt er den "Ulla Hahn-Preis der jungen Leser" für "Phobia".

Das Cover fand ich sehr interessant, der schwarze Hintergrund, darauf der Titel in blutrot und natürlich darf der Wolf nicht fehlen, der in weiß gehalten ist, er wirkt wie eine unheilvolle Kreidezeichnung, denn die Blutspuren sind noch auf seinen Zähnen zu sehen. Ich hatte bisher noch nichts von Wulf Dorn gelesen, aber er hat mich ziemlich überzeugt mit diesem Buch.

Der Schreibstil ist spannend, sehr bildlich und der Protagonist ist sehr detailreich beschrieben. Man möchte einfach mehr von dem klugen und sympathischen Jungen, Simon erfahren. Simon wirkt nachdenklich und sein Handeln scheint immer sehr durchdacht zu sein, er wirkt nicht eine Sekunde flach oder unrealistisch. Dieser Junge könnte in meiner Nachbarschaft wohnen. 

Simon zieht zu seiner Tante und muss dort auch eine neue Schule besuchen, ich glaube der Grauen für jeden Teenager, nochmal an einem anderen Ort völlig von vorne zu beginnen, stelle ich mir schwierig vor. Simon lernt schnell Caro kennen, die das komplette Gegenteil von ihm ist, aber sie ergänzen sich gut und das wird genau der Grund sein warum sie sich auf Anhieb so gut verstehen. Zusammen Versuchen sie das Verschwinden der 16-jährigen Leonie aufzuklären, doch die Suche wird nicht einfach und auch nicht unbedingt ungefährlich.

Dieses Buch bedeutet Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aber das Ende hat mich dann noch einmal völlig überrascht. Das Ende, so unvorhersehbar es auch gewesen ist, passt gut zur Geschichte, man muss am Ende erst einmal schlucken und wieder zur Besinnung kommen, innerlich alles durchgehen, damit man wieder in die Realität kommt.

Ich hatte schon einiges über den Autor gehört, er hat den Ruf, mit sensiblen Themen wie Depressionen, oder psychische Probleme sehr gut umzugehen und diese aussagekräftig dem Leser rüber zu bringen. Dieser Meinung kann ich nur zustimmen, er hat seinen Charme und kann dabei trotzdem, solche Themen vermitteln. Ich denke die Balance dazwischen zu finden ist nicht einfach und deswegen habe ich großen Respekt vor dieser Leistung.



 Eine geniale Geschichte, die mich voll und ganz begeistert hat, das wird nicht das letzte Buch von Dorn sein, das ich lesen werde. Dieses Buch ist aber definitiv nicht nur etwas für Jugendliche auch Erwachsene werden hier sehr gut unterhalten. Ich bereue es nicht, dieses Buch gelesen zu haben und freue mich jetzt schon auf weitere Bücher des Autors.


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