Rezension: Joy Fielding - Das Herz des Bösen


  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (17. Februar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442477255
  • ISBN-13: 978-3442477258
  • Originaltitel: Shadow Creek
  • Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 2,9 x 18,8 cm
  • Preis: 9,99€


Ein einsames Hotel in den Bergen, eine teuflische Serie von Morden und eine Frau, die mit ihrem Leben spielt ...

Valerie Rowe ist in keiner beneidenswerten Lage. Sie muss nicht nur der Tatsache ins Auge blicken, dass ihr Mann Evan sie wegen einer jüngeren Frau verlassen will. Eine Verkettung von Umständen führt auch noch dazu, dass sich Valerie plötzlich mit ihrer pubertierenden Tochter und ihrer verhassten Rivalin gemeinsam in einem entlegenen Luxushotel in den Bergen wiederfindet. Doch die Schönheit der Natur ist trügerisch, denn in der Weite der Wälder hat sich kurz vorher eine grausame Mordserie ereignet – und Valerie ahnt nicht, dass sie sich geradewegs auf einen mörderischen Abgrund zubewegt ...




Joy Fielding wurde am 18. März 1945 in Kanada geboren. Unbestritten gehört Joy Fielding zu den absoluten Spitzenautorinnen für Spannungsliteratur. Sie macht beruflich einige Umwege, bevor sie mit ihrer eigentlichen Passion, dem Schreiben, Erfolg hat. Schon als Achtjährige beginnt sie, als Zwölfjährige fließt das erste Blut aus ihrer Feder - bei einem Drehbuch über Muttermord. Nach dem Literaturstudium strebt sie aber zunächst danach, Hollywood zu erobern: als Schauspielerin. Der Sprung nach Hollywood gelingt ihr nicht, dafür aber der in die internationalen Bestsellerlisten. Bis heute verkauften sich ihre Romane allein im deutschsprachigen Raum über 13 Millionen Mal. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.

Das Cover hat mich mal wieder magisch angezogen, diese düstere Atmosphäre liebe ich, ein kleine Hütte in einem nebligen Wald, was kann es spannenderes geben! Der Klappentext klang auch relativ interessant und nachdem ich "Lauf, Jane, lauf" und "Koma" von der Autorin gelesen hatte, war mir klar, dass ich mehr von ihr lesen möchte. Auch wenn "Koma" ziemlich gemischte Bewertungen erhalten hat, war es für mich genau der Thriller, den ich liebe, spannend von der ersten Seite bis zur letzten aber das ist ja nunmal Geschmackssache. Ich kann aber schon einmal vorab verraten, dass mir dieses Buch nicht wirklich gut gefallen hat.

Fieldings Schreibstil ist eigentlich immer sehr spannend, präzise und detailreich, doch bei diesem Buch hat sie glaube ich nicht so viel Spaß am Schreiben gehabt. Keiner der Charaktere hat das besondere Extra gehabt, Valerie ist eine der Protagonistinnen und verkörpert vor allem die leidende und betrogene Ehefrau, mehr hat dieser Charakter nicht zu bieten. Auch Jennifer ihre Rivalin ist nicht besonders interessant, sie wirkt wie eine Schauspielerin, die den Text ins Ohr geflüstert bekommt. Von Evan möchte ich gar nicht erst anfangen, er hat keine große "Rolle" in der Geschichte. Ich bin ziemlich enttäuscht, da Fielding ihre Charaktere sonst immer sehr detailliert und einfach interessant beschreibt, sie haben Ecken und Kanten und einfach ein gewisses etwas, diese hier wirken einfach flach und vor allem langweilig.

Viele der Ereignisse werden gefühlt an die hundert Mal wiederholt, der Betrug an Valerie und vor allem die Situation als sie Jennifer und Evan erwischt, wird immer wieder thematisiert und das wirklich immer! Das einzige warum dieses Buch 3 Sterne erhält, ist die Mordserie, die aber leider vollkommen in den Hintergrund gerückt ist. Hier kam so Ansatzweise zum Vorschein warum ich Fielding so gerne lese, leichte Gänsehaut und frösteln am Körper aber was sonst das ganze Buch über herrschte hat sich hier auf einzelne Passagen beschränkt. Die Brutalität die in ihren Büchern sehr gut zum Vorschein kommt, kam dann erst relativ zum Ende des Buches, leider war es etwas vorherzusehen.

Da man eher das Gefühl hatte sich in einer großen Familientragödie zu befinden, hatte man zum Schluss das Gefühl, das Ende kommt so plötzlich. Da hatte ich einfach das Gefühl, die Seiten gehen zu Ende jetzt muss nochmal etwas kommen, auch wenn das Ende schon alleine von der Spannung her, einiges wieder gut gemacht hat so war ich beim wegstellen des Buches wirklich enttäuscht und vor allem froh es durch zu haben. Ich hoffe das nächste Buch wird spannender, mal sehen welches als nächstes dran glauben darf!



Am Anfang hat mich das Buch noch sehr gut unterhalten, mit der Zeit wurde es aber leider richtig vorhersehbar, fast schon langweilig, ich war ziemlich enttäuscht. Ich werde auch weiterhin Fan von Fielding bleiben im Moment steht es ja 2:1 was die Erfolge angeht. Wer wirklich Spannung sucht und auch Lust hat die Fantasie anzukurbeln, der sollte von diesem Buch auf jeden Fall die Finger lassen und ein anderes von Fielding aussuchen



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