Rezension: Virginia Boecker - Witch Hunter


  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (18. März 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423761350
  • ISBN-13: 978-3423761352
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel: The Witch Hunter
  • Größe und/oder Gewicht: 15,9 x 4,3 x 21,6 cm
  • Preis: 17,95€


Wer ist Freund? Wer ist Feind?


Als die 16-jährige Elizabeth mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt. Doch wider Erwarten retten weder Caleb, ihr engster Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er lässt sie heilen und nimmt sie bei sich und den Magiern auf. Denn längst ist im Hintergrund ein Machtkampf entbrannt, und Elizabeth spielt darin eine Schlüsselrolle. Nun muss sie sich entscheiden, wo ihre Loyalitäten liegen.




Virginia Boecker hat ihren Abschluss in Englischer Literatur an der University of Texas gemacht. Sie lebte vier Jahre in London, während der sie sich auf jedes kleinste Detail zur mittelalterlichen Geschichte Englands gestürzt hat, die die Grundlage für "Witch Hunter", ihren ersten Roman, bildet.

Ein wunderschönes Cover, komplett in weiß gehalten mit einer interessanten und sehr hübschen Frau darauf. Auch den Titel finde ich sehr schön gestaltet, mit dem verschnörkelten Schlüssel dazwischen, es wirkt alles sehr gut aufeinander abgestimmt. Man kann an dem Buch einfach nicht vorbei gehen, man muss stehen bleiben und sich den Klappentext durchlesen und auch der ist sehr spannend und macht Lust auf mehr.

Ich bin sehr gut in die Geschichte rein gekommen, die Kapitel haben eine sehr angenehme Länge. Der Schreibstil ist flüssig, detailreich und zudem auch noch sehr spannend. Der Spannungsverlauf gefällt mir ebenfalls gut, es gibt zwischendurch ruhigere Phasen die jedoch keinesfalls langweilig sind sondern noch dazu führen, das die Seiten sehr schnell vergehen. Die Charaktere sind alle sehr besonders gestaltet und alle interessant. Jeder hat Ecken und Kanten und wirkt real, nicht eine Person ist nur oberflächlich geschrieben.

Elizabeth ist die Protagonistin und ist Hexenjägerin, gleich zum Anfang des Buches erlebt man sie in Action und ich fand es spannend einen Einblick in ihre Arbeit zu erhalten. Aber es ist nur von kurzer Dauer, besonders viel verbindet sie mit Caleb ihrem Freund seit Kindheitstagen, der ebenfalls Hexenjäger ist, er wirkt sympathisch und Elizabeth empfindet mehr für ihn als nur Freundschaft. Schließlich landet sie im Gefängnis und wird der Hexerei beschuldigt, genau das was sie durch ihre Arbeit verhindert. Das Schicksal wendet sich und sie lernt die Magie von einer ganz anderen Seite kennen.

Viele neue Charaktere begegnen uns Lesern dann, besonders sympathisch fand ich John, man merkt auch sofort das er eine besondere Rolle spielen wird. Fiver hingegen war für mich von Anfang an eher die Zicke, das hat sich jedoch auch noch gewandelt. Von liebenswürdig bis zickig ist alles bei den Charakteren dabei und die bunte Mischung gefällt mir sehr gut.

Einziger Minuspunkt, ich hätte mir eine Übersichtskarte über das Land bzw. die Königreiche gewünscht, ich finde das man sich dann immer besser orientieren kann und außerdem macht es auch optisch einiges her.

Wer Hexen und Magie mag, darf dieses Buch nicht verpassen, es ist spannend, mal etwas ganz anderes und hat sehr interessante Charaktere zu bieten. Ich kann es kaum erwarten die Fortsetzung zu lesen!




Kommentare

  1. Huhu,
    so ging es mir bei dem Buch auch. Ich kann es nicht abwarten, dass der 2. Band endlich erscheint. ;)

    Ganz liebe Grüße
    Steffi

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