Rezension: Joy Fielding - Schau dich nicht um


  • Taschenbuch (448 Seiten)
  • Ausgabe: 05/95
  • Goldmann Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783442430871
  • ISBN-13: 3442430879
  • Preis: 14,90DM


Jess Koster, junge und erfolgreiche Staatsanwältin in Chicago, fühlt sich verfolgt. Wer ist der Mann, dessen Gesicht ihr aus jeder Menschenmenge entgegenstarrt? Und welche Verbindung gibt es zu dem Angeklagten, dem sie gerade eine brutale Vergewaltigung nachweisen will? Oder bildet sich Jess das alles nur ein? Keine Hirngespinste jedenfalls sind die beispiellosen Terrorakte, mit denen sie unter Druck gesetzt wird und die sie schier um den Verstand bringen. Ganz langsam wächst in ihr der Verdacht, Opfer eines teuflischen Plans zu sein.



Joy Fielding wurde am 18. März 1945 in Kanada geboren. Unbestritten gehört Joy Fielding zu den absoluten Spitzenautorinnen für Spannungsliteratur. Sie macht beruflich einige Umwege, bevor sie mit ihrer eigentlichen Passion, dem Schreiben, Erfolg hat. Schon als Achtjährige beginnt sie, als Zwölfjährige fließt das erste Blut aus ihrer Feder - bei einem Drehbuch über Muttermord. Nach dem Literaturstudium strebt sie aber zunächst danach, Hollywood zu erobern: als Schauspielerin. Der Sprung nach Hollywood gelingt ihr nicht, dafür aber der in die internationalen Bestsellerlisten. Bis heute verkauften sich ihre Romane allein im deutschsprachigen Raum über 13 Millionen Mal. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.
Das Cover gefällt mir ganz gut, es ist wieder düster und schlicht, sehr typisch für die Autorin, ich wusste auf Anhieb das es sich um ein Buch von Fielding handelt. Nicht nur das Cover ist sehr typisch für die Autorin sondern auch der Titel. Ich habe immer gemischte Gefühle wenn ich ein weiteres Buch der Autorin lese, weil ich zwar schon einige gute aber noch mehr "schlechte" Bücher von ihr gelesen habe, sodass ich mit gemischten Gefühlen dieses Buch begonnen habe.

Der Schreibstil ist sehr detailreich, recht flüssig und die Spannung wird ganz angenehm aufgebaut. Diesmal haben auch die Charaktere wieder besser gepasst, sie waren ausreichend beschrieben und wirkten nicht so flach. Jess die Protagonistin war mir irgendwie sofort sympathisch, sie wirkt authentisch. Durch Jess fiel es mir auch leichter der Geschichte zu folgen, genau so eine Protagonistin habe ich manchmal doch vermisst, in den letzten Bücher, die ich von der Autorin gelesen habe, wirkten die Protagonisten immer sehr langweilig und unsympathisch.

Der Spannungsbogen verläuft diesmal sehr gut, sodass ich mehr Lust dazu hatte weiter zu lesen. Was ich sehr überraschend fand, das in dem Buch auch eine kleine Liebesgeschichte vorkam, was sehr ungewöhnlich für Fieldings Bücher ist, mir persönlich aber ganz gut gefallen hat. Dadurch wurde die Story etwas lebendiger und aufgelockert. Alles in allem war es aber trotzdem ein Typischer Krimi der Autorin, so wie ich es mag.

Leider habe ich aber trotzdem ein bisschen Punktabzug geben müssen, zwischendurch waren mir die Abschnitte einfach zu langatmig, das hat die angenehme Auflockerung etwas unterbrochen, da hätte die Autorin sich etwas kürzer fassen können, damit wäre das Buch ein voller Erfolg gewesen.

Ein Buch das mir von der Autorin sehr gut gefallen hat, im Gegensatz zu manch anderen, auch wenn ich trotzdem ein paar Kleinigkeiten zu bemängeln hatte. Ich würde mir wünschen, das mehr Bücher von ihr so wären, dann würde ich wahrscheinlich noch mehr von der Autorin lesen wollen.



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension: Holly Ivins - Jane Austen Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt

Rezension: S. Quinn - Devoted - Verbotene Leidenschaft