Rezension: Samuel Bjørk - Federgrab



  • Broschiert: 480 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (17. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442205255
  • ISBN-13: 978-3442205257
  • Originaltitel: Uglen
  • Größe und/oder Gewicht: 14 x 4,2 x 21 cm
  • Preis: 12,99€
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Aus einem Jugendheim bei Oslo verschwindet ein siebzehnjähriges Mädchen. Einige Zeit später wird sie tot im Wald gefunden – gebettet auf Federn, umkränzt von einem Pentagramm aus Lichtern und mit einer weißen Blume zwischen den Lippen. Die Ermittlungen des Teams um Kommissar Holger Munch und seine Kollegin Mia Krüger drehen sich im Kreis, bis sie von einem mysteriösen Hacker kontaktiert werden. Er zeigt ihnen ein verstörendes Video, das neue Details über das Schicksal des Mädchens enthüllt. Und am Rande der Aufnahmen ist der Mörder zu sehen, verkleidet als Eule – der Vogel des Todes …



Hinter dem Pseudonym Samuel Bjørk steht der norwegische Autor, Dramatiker und Singer-Songwriter Frode Sander Øien. Er wurde 1969 geboren, schrieb im Alter von 21 Jahren sein erstes Bühnenstück und veröffentlichte seitdem zwei hochgelobte Romane sowie sechs Musikalben. „Engelskalt“ ist sein erster Thriller. Derzeit lebt und arbeitet er in Oslo.

Holger Munch ist wieder da und nachdem mich "Engelskalt" schon so mitgerissen hat, durfte ich den zweiten Teil um den Kommissar nicht verpassen. Und ich kann schon mal so viel verraten, es hat sich gelohnt das Buch zu lesen auch wenn mir der erste Fall etwas besser gefallen hat.

Der Schreibstil ist wie auch schon beim ersten Teil sehr detailreich, flüssig und unglaublich spannend. die Charaktere entwickeln sich sehr gut und wachsen mir immer weiter ans Herz. Natürlich auch durch ihre doch sehr besondere Art, Holger Mensch der sehr akribisch vorgeht und nur auf knallharte Fakten vertraut, die wie jeder weiß nicht immer ausreichend vorhanden sind. Und dann natürlich Mia Krüger, die auch wieder mit an Board ist und eher auf Intuition zählt,  damit oft richtig liegt aber auch ein gewisses Maß an Risiko eingeht. Zusammen sind sie das perfekte Ermittlerduo auch wenn natürlich noch mehr Personen zum Ermittlerteam zählen.

Der Fall ist diesmal ebenfalls brisant aber im Vordergrund stehen diesmal wieder die Ermittler, welche alle nicht unterschiedlicher sein könnten. So hatte ich teilweise auch das Gefühl, das sie im Vordergrund stehen, vor allem aber die Probleme im Team werden deutlich, weil einfach die Charaktere sehr speziell sind. Das hat mir manchmal etwas die Spannung verdorben, da hätte ich mir etwas mehr Zurückhaltung des Autors gewünscht und weniger Infos, dafür mehr, die den Fall weiterbringen. Deswegen musste ich leider ein paar Punkte abziehen. Das hat mir im ersten Band auf jeden Fall besser gefallen.

Ich bin ein großer Fan von norwegischen Thrillern und da Engelskalt mir sehr gut gefallen hat, lag es nahe diesen Teil auch zu verschlingen. Was mir aber deutlich aufgefallen ist, das der Autor sehr viel Wert auf die Charaktere legt, was nicht unbedingt schlecht ist, jedoch den Fall nicht immer weiter gebracht hat und dann dazu führte, das man den Fall etwas aus den Augen verlor. Das ist etwas schade, denn es handelte sich um eine spannende Jagd mit vielen versteckten Hinweisen.

Trotzdem war es auch gut zu beobachten, wie sich die Charaktere seit dem ersten Buch entwickelt haben, wie sie mit den alltäglichen Problemen und vor allem mit der Vergangenheit zurecht kommen oder eben nicht, das nächste Mal würde ich mir allerdings ein bisschen weniger davon wünschen und dafür mehr Spannung.



Ein bisschen mehr Augenmerk auf den Fall und weniger auf die Probleme der Charaktere, hätte dieses Buch zu einer vollen Punktlandung machen können. Mir war es etwas zu persönlich und da hat mir der erste Teil der Reihe doch deutlich besser gefallen.



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