Rezension: Elin Hildebrand - Winterglanz


  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (19. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 344248359X
  • ISBN-13: 978-3442483594
  • Originaltitel: Winter Street
  • Größe und/oder Gewicht: 17 x 3 x 18,8 cm
  • Preis: 8,99€
Eine kleine Pension, große Gefühle und über allem der Zauber von Weihnachten.


Kelley Quinn ist ein glücklicher Mann: Er ist Besitzer des „Winter Street Inn“, einer hübschen Pension auf Nantucket, und stolzer Vater von vier erwachsenen Kindern. Jetzt steht das Fest der Liebe vor der Tür, und Kelley freut sich auf besinnliche Feiertage im Kreis der Familie. Als er allerdings seine Gattin Mitzi dabei erwischt, wie sie den eigens angeheuerten Weihnachtsmann küsst, ist an Besinnlichkeit nicht mehr zu denken. Mit vier Kindern, die um ihre eigenen Probleme kreisen, bleibt es nun an Kelleys Exfrau Margaret hängen, das Weihnachtsfest im „Winter Street Inn“ zu retten ...


Elin Hilderbrand hat ihre besten Ideen am Strand oder in den belebten Straßen von Boston. Ihre drei Kinder beknien sie regelmäßig, im Beisein von anderen Leuten nicht lauthals zu singen oder zu tanzen. Die Autorin lebt mit ihrer Familie auf Nantucket, Massachusetts, wo auch ihre Geschichten spielen. Ihre Bücher stehen regelmäßig in den Top Ten der New-York-Times-Bestsellerliste.
Ein wirklich schönes Cover, richtig weihnachtlich bzw. winterlich, genau so wünsche ich es mir von einer Weihnachtsgeschichte. Der Klappentext hat mich wirklich neugierig gemacht, endlich mal ein Mann als Protagonist in so einer Geschichte. Außerdem hat mich die kleine Pension nicht mehr los gelassen, die Vorstellung des "Winter Street Inn" hat schon gereicht, ich musste das Buch unbedingt lesen.

Man startet eigentlich ganz gut in die Geschichte, es gibt keine lange Einleitung sondern man landet sofort im "Winter Street Inn" und bekommt auch sofort die pikanten Szenen mit. Der Schreibstil ist flüssig, nicht unbedingt bildlich und mir haben hier vor allem die Emotionen gefehlt. Die Autorin beschreibt alles sehr nüchtern, wodurch die Story ziemlich witzig wirkt aber man nicht unbedingt zu den Charakteren durchdringt. Die Charaktere werden auch nur sehr oberflächlich beschrieben, dadurch wird es schwer Sympathien zu empfinden. Der Wechsel der Perspektive hat das ganz zwar aufgelockert, es hätte jedoch auch gereicht wenn man sich auf 2 oder 3 Perspektiven beschränkt. Dadurch wirkt alles etwas durcheinander und chaotisch.

Die Handlung an sich hat unglaubliches Potenzial aber die Story weist einfach zu viele Schwächen für mich auf. Ich hatte mir eine verträumte und eingeschneite Pension vorgestellt, die mich in ein weihnachtliches Ambiente entführt, leider hat die Autorin alles nur etwas angerissen und dadurch blieb die Atmosphäre eher kühl. Leider bleiben auch die Überraschungen so gut wie aus, wodurch alles sehr vorhersehbar ist und mir nicht unbedingt Spaß beim Lesen bereitet hat.

Es sind einfach zu viele Feinheiten die fehlen um hier eine gelungene Geschichte zu haben. Mit seinen 300 Seiten zwar nicht weiter schlimm aber trotzdem ernüchternd. Auch hatte ich mir vom Protagonisten Kelley mehr Tiefe erhofft aber auch er bleibt eher oberflächlich.

Leider für mich eine echte Enttäuschung, die Geschichte hat viel Potenzial aber die Umsetzung war eher flach und oberflächlich. Wirklich schade finde ich das die Charaktere alle so oberflächlich bleiben, dadurch entwickelt man kaum Sympathien für sie. Ich hatte einfach etwas mehr erwartet!





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