Rezension: Anne Jacobs - Das Erbe der Tuchvilla



  • Taschenbuch: 672 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (19. Dezember 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3734103266
  • ISBN-13: 978-3734103261
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 5 x 18,8 cm
  • Preis: 9,99€
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Das Schicksal einer Familie in einer bewegten Zeit. Und eine Liebe, die alles überwindet.


Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft. Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder im Herrenhaus der Familie ein. Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen: ihr eigenes Modeatelier. Ihre Modelle haben großen Erfolg, doch es kommt immer wieder zu Streitigkeiten mit Paul – bis Marie schließlich die Tuchvilla mit den Kindern verlässt …


Anne Jacobs veröffentlichte unter anderem Namen bereits historische Romane und exotische Sagas. Mit Die Tuchvilla gestaltete sie ein Familienschicksal vor dem Hintergrund der jüngeren deutschen Geschichte und eroberte damit die Bestsellerliste. Nach der erfolgreichen Fortsetzung Die Töchter der Tuchvilla legt sie nun mit Das Erbe der Tuchvilla den Abschluss ihrer erfolgreichen Familiensaga vor.
Da ich schon die ersten beiden Teile der Trilogie verschlungen habe, konnte ich mir auch diesen Teil mal wieder nicht entgehen lassen. Das Cover ist im Stil der Reihe gehalten und passt sehr gut zu den anderen beiden Büchern. Für mich ist das fast schon das schönste der Reihe, ich liebe die wunderschöne Frau und ihr tolles Kleid und dann vor dem Hintergrund! Einfach perfekt gewählt!

Auf den Schreibstil der Autorin ist mal wieder Verlass, sie schreibt flüssig und detailreich, ich bin sofort wieder in die Geschichte versunken. Wir befinden uns im Jahre 1920 und die Autorin schafft es mal wieder spielerisch, dies zu vermitteln. Wir treffen bekannte Charaktere wieder, von denen ich die meisten ins Herz geschlossen habe, wir lernen aber auch neue und toll ausgearbeitete Charaktere wieder. Ich freue mich jedes Mal wieder auf ein neues Abenteuer in der Tuchvilla.

Die Charaktere sind alle sehr individuell gestaltet, sie haben Persönlichkeit und wirken in keiner Weise flach oder langweilig. Schon alleine deswegen liebe ich die Bücher der Autorin. Paul, der jetzt aus dem krieg zurückkehren durfte, hat nun die Tuchvilla wieder ganz unter Kontrolle, was vor allem Marie nicht ganz so gepasst hat. Sie ist mir unglaublich sympathisch, weil sie sich nicht mit der Rolle als Mutter und Ehefrau zufrieden gibt, sie strebt nach mehr, was für die damalige Zeit schon sehr besonders ist. Aber auch viele andere Charaktere haben eine tolle Persönlichkeit wie zum Beispiel die  liebenswürdige Köchin Fanny, man muss sie einfach mögen!

Als Abschluss der Trilogie, hätte ich leider etwas mehr erwartet. Besonders das Ende hatte ich mir rasant, spannend und vor allem nochmal mit einigen Intrigen vorgestellt. Das Ende verlief jedoch etwas ruhiger und weniger spannend, ich kann nicht mal sehr gut beschreiben, was mir genau gefehlt hatte, ich habe es mir einfach etwas anders bzw. spannender vorgestellt. Es bleiben auch keine Fragen offen aber ich habe mir die Frage gestellt: "War es das jetzt?" und das hatte ich mir einfach nicht so vorgestellt.

Wer spannende, unterhaltsame und historische Familiengeschichten liebt, der dürfte mit dieser Trilogie sehr zufrieden sein. Als Abschluss der Reihe hatte ich mir am Ende etwas mehr gewünscht, es wirkte unspektakulär und ging mir einfach etwas zu schnell, was bei der Seitenzahl ungewöhnlich ist. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten!






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