Rezension: Lisa Marcks - Das Geheimnis der Schneekirsche


  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (19. Dezember 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442484804
  • ISBN-13: 978-3442484805
  • Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3,5 x 18,8 cm
  • Preis: 9,99€
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Berlin 1913. Kurz vor Weihnachten erreicht die junge Lehrerin Selma Wallenstein ein Telegramm ihres Vaters: Ihre Mutter ist schwer erkrankt. Hals über Kopf begibt sich Selma auf die Reise ins ferne Tsingtau, wo ihr Vater in der deutschen Kolonialverwaltung arbeitet. Dort angekommen, entdeckt Selma eine faszinierende neue Welt. Und sie begegnet völlig unverhofft ihrer großen Liebe Paul wieder, den sie seit Jahren nicht gesehen hat. All die Gefühle, die Selma so lange verdrängt hat, kehren mit Macht zurück. Doch bevor die beiden sich einander wieder annähern können, trennt das Schicksal sie erneut. – Für immer?


Lisa Marcks ist das Pseudonym der Autorin, Schlussredakteurin und Journalistin Kerstin Sgonina. Zu ihrem Roman "Das Geheimnis der Schneekirsche" hat sie die Geschichte ihrer Urgroßeltern Louise und Paul inspiriert, die 1901 gemeinsam nach Tsingtau gingen, und ihrer Großeltern Grete und Ernst, die sich 1908 als Kinder dort kennen- und später lieben lernten. Wenn die Autorin nicht schreibt oder redigiert, widmet sie sich ihrem Garten oder ihrer Leidenschaft fürs Kochen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Berlin.
Das Cover hat mich einfach auf Anhieb begeistert, es wirkt so romantisch und sieht einfach nur schön aus, ich liebe Kirschblüten und wahrscheinlich war es deswegen unausweichlich, dass ich das Buch näher betrachten musste. Nachdem ich dann auch noch den Klappentext gelesen hatte, musste ich das Buch einfach haben und verschlingen. 

Ich habe mich bei dem Buch auf eine unglaubliche Liebesgeschichte gefreut und auch am Anfang des Buches wirkt alles noch sehr danach, doch nach und nach verliert die Autorin die Geschichte aus den Augen und sie wird nur noch am Rande angerissen und spielt sich auf den letzten Seiten ab. Der Historische Hintergrund hat mich sehr interessiert, vor allem nachdem ich erfahren habe, dass die Autorin sich an der Geschichte ihrer Großeltern orientiert hat. Die Autorin schafft es sehr gut uns Leser vollkommen in die Atmosphäre eintauchen zu lassen und beschreibt alles sehr bildlich, was mir persönlich immer am wichtigsten ist.

Selma war mir auf Anhieb sympathisch und ich hatte gleich einen guten Draht zu ihr, sie interessiert sich für die chinesische Kultur und taucht auch zeitweise in die Aromatherapie ab, was ich persönlich auch sehr spannend finde. Alles wird jedoch nur angerissen, was anhand der Seitenzahl auch schwierig gewesen wäre aber hier und da hätte ich mir mehr Ausführlichkeit gewünscht. Besonders die chinesische Kultur wird mir nicht ausführlich genug beschrieben, was aber auch an dem Krieg liegen könnte, mit dem die Menschen zu kämpfen haben.

Alles in allem, hätte ich mir einfach mehr Schwerpunkte auf die Liebesgeschichte und vor allem die chinesische Kultur gewünscht. Mich hat das Buch jedoch gut unterhalten und ich habe es auch schon weiter empfohlen.

Wer einen historischen Roman lesen möchte, der zwischen Deutschland und China wechselt, sich zeitweise auch der Chinesischen Kultur widmet, dürfte von diesem Buch nicht enttäuscht werden. Ich wurde gut unterhalten und würde mich über ein weiteres Buch der Autorin freuen.







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