Rezension: Jonas Winner - Murder Park


  • Broschiert: 416 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (13. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453421760
  • ISBN-13: 978-3453421769
  • Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 4 x 20,5 cm
  • Preis: 12,99€
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Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde. 


Ein Killer ist auf der Insel …keiner kann dem anderen trauen …die nächste Fähre kommt erst in drei Tagen …


Jonas Winner wurde in Berlin geboren, wuchs in Rom und den USA auf, arbeitete auf dem Bau, am Fließband und als Nachtportier, studierte und schloss mit einer Promotion über Spieltheorie ab. Er drehte Reportagen fürs Fernsehen und schrieb Drehbücher für ARD, ZDF, Sat.1 und RTL. Kritiker über sein Thriller-Debüt: "Davids letzter Film" (dtv): "Jonas Winner - eine echte Entdeckung auf dem deutschen Buchmarkt" (Ostthüringer Zeitung), "Ausdrückliche Leseempfehlung" (Focus), "Stilistisch klar und knapp, düster, erschreckend und faszinierend zugleich" (Rundschau Neumarkt).
Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen, ich finde Negativ-Bilder sowieso sehr interessant und sie ziehen mich magisch an. Lange habe ich das Buch nicht aus dem Kopf bekommen und war froh das ich es lesen durfte. Das Cover sticht eben sehr aus der Masse heraus es wirkt finster, bedrohlich und bildet die perfekte Kulisse für die Story. Auch der Klappentext hat mich gleich neugierig gemacht und gibt einem genügend Spielraum zum nachdenken. Das hat die Spannung für mich sehr hoch angesetzt und ich habe auch schnell mit dem Buch begonnen.

Der Schreibstil hat mich am Anfang recht gut mitgerissen, durch die ganzen Infos die man am Anfang erhält wird die Story zwar aufgelockert aber die Spannung steigt gleich zu Anfang sehr. Ich habe regelrecht auf jeden neuen Hinweis gehofft und war dann relativ enttäuscht, dass der mittlere Teil der Story recht langatmig war, deswegen auch ein Punktabzug. Die Grundidee ist solide aufgebaut und spannend umgesetzt, der Autor beschreibt sehr detailreich und man lernt die Charaktere sehr gut kennen. 

Der Wechsel zwischen den zwei Perspektiven, zum einen von Paul Greenblatt und zum anderen die Interviews der elf Personen, die ebenfalls auf der Insel festsitzen. Man erhält nicht nur einen guten Eindruck von Paul und seinen Gedanken sondern dadurch lernen wir auch die einzelnen Charaktere sehr gut kennen. Mir gefallen die Wechsel der Perspektive immer sehr gut, die Geschichte wirkt dadurch lebhafter und die Spannung wird dadurch auch größer.

Ich hatte ein bisschen Bedenken, weil es gleich um 12 Personen ging aber das hat der Autor wirklich gut gelöst, keiner kommt zu kurz und man hatte auch nicht das Gefühl mit Infos überworfen zu werden. Außerdem sind die Charaktere sehr unterschiedlich gestaltet, wodurch keine Langeweile aufkommt.

Ein großer Vorteil des Buches war die angespannte Stimmung zwischen den Charakteren, keiner hat dem anderen getraut und auch ich selbst habe jeden versucht zu durchschauen. Das empfand ich als sehr spannend und das hat mich besonders über die Längen hinweg getröstet und ich habe das Buch wirklich mit Spannung verschlungen.

An sich  ganz gut gelungener Thriller, ich hatte mir jedoch noch etwas mehr in der Mitte des Buches gewünscht. Da gab es ziemliche Längen, die die Spannung sehr gedrückt haben. Ansonsten wurde die Idee des Murder Parks sehr gut umgesetzt und ich kann das Buch trotz kleiner Schwächen weiter empfehlen. 






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